sanfte Impulse für eine gute Entwicklung

Migräne ist eine zeitweilige Funktionsstörung des Gehirns. Unter dieser Form des Kopfschmerzes leiden weltweit etwa 8 - 12 Prozent aller Erwachsenen. Zu den Symptomen gehören, neben wiederkehrenden Kopfschmerzattacken, auch vegetative Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Die Kopfschmerzen sind in der Regel pochend oder pulsierend und treten häufig einseitig auf. Die Kopfschmerzen werden bei Bewegung stärker und sind länger als vier Stunden andauernd .

Über Kopfschmerzen bei Kindern machte man sich in früheren Jahrhunderten wenig Gedanken. Es herrschte die Meinung, dass Kopfschmerzen bei Kleinkindern und Schulkindern kaum eine Rolle spielen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde erstmals ein Säugling beschrieben, der im Alter von zwei Wochen an zyklischem Erbrechen litt und bei dem später eine Migräne diagnostiziert wurde.

Prinzipiell können in der Kindheit alle Formen der Migräne vorhanden sein.

Neben der visuellen Aura findet sich in der Kindheit besonders die Basilarismigräne als häufige Ausdrucksweise der Migräneaura. Bei den Kindern treten neurologische Störungen in Form von beidseitigen Gesichtsfeldstörungen, Tonusverlust, Nystagmus, Doppelbildern, Dysarthrie und Bewusstseinsstörungen auf. Die Attacken treten zwar in der Regel mit großen zeitlichen Intervallen auf, können jedoch 24 bis 72 Stunden andauern. Gerade bei solchen neurologischen Begleitstörungen ist im Kindesalter eine sorgfältige Untersuchung durch einen Neurologen erforderlich.

Bekannt sind insbesondere das sogenannte „Alice im Wunderland-Syndrom"  mit akuten Verwirrtheitszuständen.

Die familiäre hemiplegische Migräne ist eine besonders charakteristische Migräneauraform der Kindheit. Auch hier ist der anfallsweise Verlauf diagnostisch wegweisend. Diese Migräneform tritt extrem selten auf.

Kopfschmerz

Kopfschmerz wird als Volkskrankheit bezeichnet und beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Um die Beschwerden zu lindern, gibt es eine Reihe von Medikamenten und nichtmedikamentösen Maßnahmen. Um für den Einzelfall eine wirkungsvolle Therapie zu finden, bedarf es jedoch zunächst der korrekten Diagnose. Der Schlüssel dazu ist ein ausführliches Gespräch über Art und Verlauf der Kopfschmerzen. Denn Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz: Es gibt über 190 verschiedene Kopfschmerzformen; am häufigsten sind die Migräne und der Spannungskopfschmerz.

Aus einer deutschen Studie, die im Jahre 1994 von der Arbeitsgruppe um Pothmann an über 5.000 Schulkindern durchgeführt wurde, ergibt sich, dass über 52 % der Schulkinder an Kopfschmerz vom Spannungstyp und 12 % an Migräne leiden (Pothmann 1994). Bereits zur Einschulung sind über 10 % der Kinder an Kopfschmerzen von nennenswertem Leidensdruck erkrankt. Im Laufe der verschiedenen Schuljahre erhöht sich diese Häufigkeit auf über 90 % der Kinder. 49 % leiden an Kopfschmerz vom Spannungstyp, 6,8 % an Migräne mit Aura und 4,5 % an Migräne ohne Aura.

Spannungskopfschmerz

Der Begriff Spannungskopfschmerz beschreibt wiederkehrende Kopfschmerzen, die als dumpf, drückend oder ziehend empfunden werden. Meistens betreffen sie beide Kopfhälften und sind leicht bis mittelschwer. Anders als bei Migräne verstärken sie sich nicht bei Bewegung, sind nicht von Übelkeit begleitet und gehen nur sehr selten mit einer erhöhten Lärm- und Lichtempfindlichkeit einher.

Clusterkopfschmerz

Der so genannte Clusterkopfschmerz tritt selten auf, wird aber von den Betroffenen - in der Hauptsache Männer - als sehr belastend empfunden. Die Schmerzen setzen in der Regel nachts ein und betreffen nur eine Seite des Kopfes. Sie wechseln fast nie die Seite und sind von höchster Intensität. Im Gegensatz zu Migräne treten die Schmerzattacken im „Cluster“, d. h. mehrfach hintereinander auf: Es kann mehrere Schmerzattacken täglich geben, die 30 Minuten bis 2 Stunden andauern. Gleichzeitig tränen meistens die Augen, die Nase läuft, man schwitzt im Gesicht. Der Clusterkopfschmerz tritt typischerweise in Serien auf, die von beschwerdefreien Intervallen abgelöst werden. In seltenen Fällen treten die Symptome von Clusterkopfschmerzen und Migräne in fließendem Übergang auf.

Behandlung

Neben muskulären Verspannungen, etwa durch schlechte Haltung bei der Arbeit, kommt der Wirbelsäule bei Kopfschmerzen und besonders bei Migräne eine zentrale Bedeutung zu.

Der erste und zweite Halswirbel (Atlas und Axis) haben eine Schlüsselfunktion in der Biomechanik und Neurologie des Körpers. Hier befindet sich - laienhaft ausgedrückt - die Schnittstelle zwischen dem Gehirn und dem Rückenmark. Neben der oberen Halswirbelsäule hat auch der Übergang zwischen Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule eine besondere Bedeutung. An dieser Stelle treten Nerven aus der Wirbelsäule, die den Durchmesser der Blutgefäße, die in den Kopf führen, verändern können. 

Sind diese Nervenimpulse gestört kann es zu einer funktionellen Durchblutungsstörung kommen. Vielfach nimmt der Patient Ohrgeräusche (ein Klingeln) wahr.

Aufgabe des Chiropraktikers ist es die gestörten Nervenimpulse zu normalisieren, die Verspannungen zu beseitigen und den Körper wieder in seine Balance zu bringen.