sanfte Impulse für eine gute Entwicklung

Die Craniosacrale Osteopathie wurde von Dr. W.G. Sutherland als Teil der Osteopathie entwickelt. Er untersuchte den Schädel des Menschen (Cranium) nach den ihm veranlagten Bewegungsmöglichkeiten und entwickelte ein Konzept, welches den rhythmischen Fluß des Gehirnwassers (Liquor cerebrospinalis) tastbar macht. Dieser Rhythmus überträgt sich auf die einzelnen Knochen des Craniums bis zum unteren Ende der Wirbelsäule, zum Kreuzbein (Os sacrum). Daher der Name Cranio-Sacral-Therapie.

Das Craniosacrale System umfaßt:

  • Die Schädelknochen
  • Die Hirn- und Rückenmarkshäute
  • Das Kreuzbein
  • Die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit
  • Das Gehirn, sowie die Organe zur Herstellung und Resorption des Liquors

Alle genannten Strukturen besitzen eine enge Verbindung zum Nervensystem (Hirn- und Spinalnerven), zum Hormonsystem (Hypophyse und Hypothalamus), zum Muskel-, Gefäß- und Organsystem.

Diagnose und Therapie

In der Craniosacralen Therapie orientieren sich die Diagnose und die Therapie maßgeblich am craniosacralen Rhythmus. Dieser Rhythmus ist, wie der Herzschlag und die Atmung, ein eigenständiger Körperrhythmus mit einer Frequenz von etwa 8 – 12 Zyklen pro Minute. Er kommt mutmaßlich durch die an- und abschwellende Bewegung des Gehirnwassers zustande (Produktion / Resorbtion).

Durch Palpieren kann der Osteopath die craniosacralen Bewegungen am Schädel, aber auch am ganzen Körper ertasten und so Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit des Systems lokalisierten. Zur Behandlung wird mit sehr sanften, aber spezifischen Techniken die Mechanik der Schädelknochen wiederhergestellt. Der Berührungsdruck beträgt dabei selten mehr als 10 Gramm.

Indikationen für die Cranio-Sacral-Therapie:

  • Kopfschmerzen nach verschiedensten Traumata
  • Migräne
  • Schwindel und Übelkeit
  • Hormonstörungen (Wechseljahresbeschwerden)
  • Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Säuglingen
  • Kiss-Syndrome
  • Schreikindphänomene
  • Behandlung von Geburtstraumata
  • Blutdruckschwankungen idiopathischer Genese
  • Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens